Krawatte aus Mettersdorf
Krawatte aus Botsch

Der 18. Oktober ist der Tag der Krawatten. Aus diesem Grund zeigen wir hier einige historische Krawatten aus Siebenbürgen. 

Modehistoriker gehen davon aus, dass die Ursprünge dieser wie auch der modernen Krawatten in den seidenen Halstüchern der kroatischen Soldaten während des Dreißigjährigen Krieges zu suchen sind. Zu dieser Zeit kämpften die meisten Kroaten unter französischer Flagge und auf diesem Wege gelangten dann die traditionell geknoteten Halstücher im 17. Jahrhundert nach Mitteleuropa.

So ist auch die Bezeichnung bzw. der Begriff Krawatte zu erklären, dessen etymologische Wurzeln im Kroatischen croatta  bzw. im Französischen à la cravate (dt. in etwa: nach Art der Kroaten bzw. nach kroatischer Art) liegen. 

Auch in den siebenbürgischen Gemeinden wurden nach dieser Mode Halstücher gebunden, die gerne an den Enden bestickt wurden. Später entwickelten sich die noch heute bekannten Formen. 

Die Muster der Krawatten unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde, der Bezug zu den Stickereien auf Mädchen- und Frauentrachten ist i. A. gut zu erkennen. 

Tag der Heimat

Am 01.10.2019 waren wir zu Gast beim "Tag der Heimat" der CDU-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Die Festansprache hielt der Ehrengast Prof. Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Fabritius würdigte die hohe Aufnahmebereitschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für die Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, die kriegsfolgebedingt in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden haben. Zugleich erinnerte er an die Geschichte von Flucht und Vertreibung, an den erfolgreichen Wiederaufbau Deutschlands durch tatkräftige Unterstützung der Heimatvertriebenen in der unmittelbaren Nachkriegszeit, aber auch an die erfolgreiche Wiederbeheimatung der Aussiedler und Spätaussiedler, deren besonderes Kriegsfolgeschicksal in der Mehrheitsbevölkerung oft unbekannt ist.

"Hält das Wetter ...?" war die bange Frage vor unserem diesjährigen Sommerfest. Es hielt - und es wurde ein sehr schöner Tag mit geselligen Stunden. Veranstalter waren auch in diesem Jahr die Siebenbürger Kreisgruppe Herten mit allen zugehörigen Gruppen. Nach der schwungvollen Eröffnung durch die Siebenbürger Blaskapelle unter Kapellmeister Heiko Ginsel begrüßten die Gastgeber die zahlreichen Besucher sowie den Bürgermeister Fred Toplak. Der Bürgermeister drückte seine Hochachtung und seinen Dank für unsere Arbeit und für die Einbeziehung der vielen Jugendlichen aus und würdigte die Art und Weise, in der Traditionen bewahrt werden, ohne andere auszugrenzen. Karin Roth würdigte "55 Jahre Siebenbürger Haus" und dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen, die über die Jahrzehnte bis heute viel Kraft und Elan in unser Siebenbürger Haus steckten und stecken. Besonders hob sie das Engagement von Altbürgermeister Willi Wessel hervor, der bis heute keine Gelegenheit auslässt, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen. Auch der frühere Bürgermeister der Stadt Herten, Prof. Dr. Uli Paetzel war herzlich eingeladen und mischte sich wie in den Vorjahren gerne unter die Gäste. 

Besonders freuten sich die Besucher über die Auftritte der Siebenbürger Volkstanzgruppen Wuppertal und Herten. Unter großem Applaus zeigten beide Gruppen - jeweils im Wechsel mit der Blaskapelle - einzelne und gemeinsame Volkstänze. 

Siebenbürger Blaskapelle Herten,Foto: HAL / Stanberge

Auch in diesem Jahr unterstützte die Siebenbürger Kreisgruppe Herten die Open-Air-Probe der Siebenbürger Blaskapelle. Mit buntem Programm war diese Veranstaltung wieder ein gelungener Treff für Nachbarn, Freunde und Bekannte sowie den Bürgermeister der Stadt Herten, Fred Toplak, mit seiner Familie. Zugleich war dieser Tag einmal mehr Anlass, "Danke" für das vielfältige Ehrenamt in unserer Gemeinschaft zu sagen. Stellvertretend für viele andere Mitwirkende wurden Margret Grotzki und Susanna Hartig - die Leiterinnen unserer Heimatstube, unseres kleinen Siebenbürgischen Museums in Herten - an diesem Tag geehrt und bekamen ein Schmucksäckchen mit einem Erinnerungsstein aus dem großen Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim sowie einen großen Applaus der Gäste. 
Auch auf diesem Weg nochmals ein herzliches Dankeschön an alle tatkräftigen Helfer und Helferinnen bei zahlreichen Arbeiten und Veranstaltungen!

70 Jahre besteht in diesem Jahr der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. Der am 26. Juni 1949 in München gegründete Verband entwickelte sich im Prozess der Anerkennung der Siebenbürger Sachsen als Vertriebene, wodurch sie die sich aus dem Bundesvertriebenen- und Lastenausgleichsgesetz ergebenden Rechte genießen konnten, zur Interessenvertretung auf politischem, wirtschaftlichem, sozialem, rechtlichem und kulturellem Gebiet. Seine Bemühungen zur Integration in der Bundesrepublik Deutschland wie zur Erhaltung, Bewahrung und Weiterentwicklung siebenbürgisch-sächsischer Gemeinschaft und Kultur kommen seinen Mitgliedern, aber auch allen anderen Siebenbürger Sachsen zugute – in enger Zusammenarbeit mit weiteren siebenbürgisch-sächsischen Einrichtungen und den Partnerorganisationen in Europa und Übersee auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Gefeiert wurde nun mit mehr als 20.000 Gästen beim Heimattag in Dinkelsbühl. Einer der Höhepunkte war in diesem Jahr wieder der Trachtenumzug am Pfingstsonntag. Auch die Kreisgruppe Herten war in Gruppe Nr. 35 - Landesgruppe NRW - vertreten. Herzlichen Glückwunsch aus Herten zum 70-jährigen!

Veranstaltungen

Fr
Demokratie leben!
27 Sep 2019 18:00 19:00
Mo
Krabbelgruppe
21 Okt 2019 15:00 16:30
Mo
KGHL: Jugendtanz
21 Okt 2019 16:00 17:00
Di
Yoga mit Voranmeldung
22 Okt 2019 09:15 10:30
Di
Yoga - mit Voranmeldung
22 Okt 2019 10:45 12:00
Di
KGHL: Kindertanz
22 Okt 2019 16:00 17:00
Mi
AWO: Treffen für Senioren
23 Okt 2019 15:00 16:30
So
Volkstanz
27 Okt 2019 18:15 19:45