Karte: Siebenbürgen
Karte: Siebenbürgen

Die Martin-Luther-Schule in Herten ist zugleich bekannt als Europa-Schule. So war es nicht verwunderlich, dass die Schüler auch einiges über die Siebenbürger Sachsen erfahren und ein Interview durchführen wollten. Gut vorbereitet kamen sieben junge Menschen mitsamt ihrem Lehrer Michael Schenk in das Siebenbürger Haus der Jugend. Sie bauten Licht und Ton auf und prüften die Akustik, bevor es losgehen konnte. Als Interview-Partner standen auf unserer Seite Anni Bartesch, Margret Grotzki sowie Artur Porr zur Verfügung, Hans-Werner Bartesch dokumentierte. Sie alle hatten weitergehende Materialien mitgebracht, um das ein- und andere Detail zeigen zu können. Sie berichteten den Schülerinnen aus der Geschichte der Siebenbürger Sachsen und erklärten ihnen, wie wir nach Ende des zweiten Weltkrieges über Österreich nach Herten gekommen sind. Besonders interessiert waren sie auch an unseren Gebräuchen: Was wurde mitgebracht, was hat sich bis heute erhalten, was ging verloren oder blieb, vielleicht in abgewandelter Form? Auch die Bedeutung des Siebenbürger Hauses für unsere Gemeinschaft war großes Thema. Dieser Vormittag ließ Raum für viele Gedanken und manchen stillen Moment, zugleich aber auch für zahlreiche gute Erinnerung.

Einmal im Monat gibt es im Kardinal-von Galen-Altersheim in Herten-Langenbochum die Veranstaltung „Männer für Männer“, die einige rüstige Männer für Senioren des Stadtteils anbieten. Stets bemüht um interessante Vorträge – bis jetzt aus Wirtschaft und Politik – gab es diese Mal die Anfrage für eine Vorstellung der Siebenbürger Sachsen.           Gerne wurde der Wunsch aufgenommen - umso mehr, da immer auch einige unserer Leute in diesem Heim wohnen. Seit Jahren bemüht, die älteren Menschen im Stadtteil einzubeziehen, legen der jährliche St.-Martins-Umzug mit der Siebenbürger Blaskapelle hier einen Stopp und ein Ständchen ein, tanzt die Siebenbürger Volkstanzgruppe beim Sommerfest. Bei diesem Kaffee-Nachmittag nun sollte es sowohl um die Geschichte der Siebenbürger Sachsen wie auch vor allem um unsere Siedlung und unsere Aktivitäten gehen. Der ca. 40-minütige Vortrag interessierte die Männer sichtlich, Bericht und zahlreiche Bilder regten zum Gespräch an. Gerd Linka, Sprecher der „Männer für Männer“-Gruppe, bedankte sich herzlich für den kurzweiligen Vortrag. Stellvertretend für die teilnehmenden Senioren stellte Hans Scherer fest: "Schon lange habe ich nicht mehr so einen schönen Nachmittag verlebt.“ Gerne wieder!

Zu einem informativen Nachmittag zum Thema „Siebenbürgen“ bei Kaffee und Kuchen lud unlängst die katholische Kirche St. Maria Heimsuchung ein. Groß war das Interesse an der auch in der Zeitung angekündigten Veranstaltung. „Man kennt sich seit Jahrzehnten – und doch wissen wir so vieles nicht von euch – das wollen wir heute ändern“, begrüßte die Organisatorin Frau Arns die Gäste. Die anwesenden Siebenbürgerinnen freuten sich über die Einladung. Mehrere unserer Frauen hatten das Kuchenangebot mit unseren Spezialitäten bereichert, Karin Roth erläuterte anhand der Entwicklung unserer Trachten zahlreiche Informationen zur Ansiedlung, zum Miteinander der verschiedenen Völker sowie zu Kirche und Reformation. Überaus interessiert waren die Zuhörerinnen auch an den mitgebrachten Trachtenteilen. Eine rege Unterhaltung schloss sich an und trug zum Gelingen des Nachmittages bei.

Siebenbürger Volkstanzgruppen Herten und Wuppertal
Siebenbürger Volkstanzgruppen Herten und Wuppertal
Foto: H. Stanberger

Viele Gäste kamen zum diesjährigen Sommerfest, dass die Siebenbürger Kreisgruppe Herten mit allen zugehörigen Gruppen veranstaltet hat. Nach der schwungvollen Eröffnung durch die Siebenbürger Blaskapelle unter dem Kapellmeister Heiko Ginsel begrüßte Kreisgruppenvorsitzende Karin Roth die zahlreichen Besucher sowie den anwesenden Bürgermeister Fred Toplak. Der Bürgermeister drückte seine Hochachtung und seinen Dank für unsere Arbeit und für die Einbeziehung der vielen Jugendlichen aus. Besonders willkommen geheißen wurde die Gäste der Siebenbürger Volkstanzgruppe Wuppertal. Gemeinsam mit der Siebenbürger Volkstanzgruppe Herten zeigten sie einen Trachtenaufmarsch, der von den zahlreichen Zuschauern mit großem Applaus ...

Zum Besuch der Ausstellung „auf“ der Brüder Gert und Uwe Tobias trafen sich die Mitglieder Kreisgruppe Herten kürzlich in der Kunsthalle Recklinghausen. Die Darstellungen der beiden Männer aus Neustadt im Burzenland befassen sich zum Kohleausstieg neu und überraschend mit dem Motto „Kunst und Kohle“. Dem Anspruch, mit moderner Kunst den Betrachter zum Gespräch und zur Interpretation anzuregen, wird diese Ausstellung umfänglich gerecht. Unter der Führung von Christof Belmann-Weinrich entwickelte sich eine rege Diskussion. Da die Ansiedlung unserer Landsleute in Herten und somit die Gründung unserer Kreisgruppe auf die Kohleaktion in den 50-er Jahren zurückging, war der Bergbau über viele Jahre ein enger Begleiter unserer Familien. In zahlreichen – der zum Teil abstrakten - Motiven wurden Vorlagen aus dem Bergbau deutlich. Großformatige Holzschnitte, die durch ihre Fantasie und gleichzeitig hintergründige Künstlichkeit bestechen, sind Mittelpunkt der Ausstellung. Umfasst werden sie von Wandmalereien, die alle drei Etagen der Kunsthalle Recklinghausen überziehen. Dazu kommen Zeichnungen und eine vielteilige Serie keramischer Objekte. Dadurch wurde ein Gesamtkunstwerk, das scheinbar tief im Bergwerk beginnt und „über Tage“ mit Blick auf die Wolken endet. Derart fesselnd waren diese Werke, dass die zunächst für Führung und kunsthistorische Einbettung veranschlagte Zeit deutlich verlängert wurde. Auf mobilen Stühlen konnten auch die älteren unter uns den spannenden Vorträgen und Austauschen gut und bequem folgen. Im Anschluss warteten Kaffee und Kuchen im nahegelegenen Café Sternemann auf die Gruppe und rundeten den Tag ab. Ein schöner Ausflug mit einem intensiven Bezug zu uns und unserer Geschichte!

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Veranstaltungen

Di Jan 22 @16:30 - 06:00PM
Kindertanzen der KGHL
Fr Jan 25 @17:00 - 07:00PM
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