Einmal im Monat gibt es im Kardinal-von Galen-Altersheim in Herten-Langenbochum die Veranstaltung „Männer für Männer“, die einige rüstige Männer für Senioren des Stadtteils anbieten. Stets bemüht um interessante Vorträge – bis jetzt aus Wirtschaft und Politik – gab es diese Mal die Anfrage für eine Vorstellung der Siebenbürger Sachsen.           Gerne wurde der Wunsch aufgenommen - umso mehr, da immer auch einige unserer Leute in diesem Heim wohnen. Seit Jahren bemüht, die älteren Menschen im Stadtteil einzubeziehen, legen der jährliche St.-Martins-Umzug mit der Siebenbürger Blaskapelle hier einen Stopp und ein Ständchen ein, tanzt die Siebenbürger Volkstanzgruppe beim Sommerfest. Bei diesem Kaffee-Nachmittag nun sollte es sowohl um die Geschichte der Siebenbürger Sachsen wie auch vor allem um unsere Siedlung und unsere Aktivitäten gehen. Der ca. 40-minütige Vortrag interessierte die Männer sichtlich, Bericht und zahlreiche Bilder regten zum Gespräch an. Gerd Linka, Sprecher der „Männer für Männer“-Gruppe, bedankte sich herzlich für den kurzweiligen Vortrag. Stellvertretend für die teilnehmenden Senioren stellte Hans Scherer fest: "Schon lange habe ich nicht mehr so einen schönen Nachmittag verlebt.“ Gerne wieder!

Zu einem informativen Nachmittag zum Thema „Siebenbürgen“ bei Kaffee und Kuchen lud unlängst die katholische Kirche St. Maria Heimsuchung ein. Groß war das Interesse an der auch in der Zeitung angekündigten Veranstaltung. „Man kennt sich seit Jahrzehnten – und doch wissen wir so vieles nicht von euch – das wollen wir heute ändern“, begrüßte die Organisatorin Frau Arns die Gäste. Die anwesenden Siebenbürgerinnen freuten sich über die Einladung. Mehrere unserer Frauen hatten das Kuchenangebot mit unseren Spezialitäten bereichert, Karin Roth erläuterte anhand der Entwicklung unserer Trachten zahlreiche Informationen zur Ansiedlung, zum Miteinander der verschiedenen Völker sowie zu Kirche und Reformation. Überaus interessiert waren die Zuhörerinnen auch an den mitgebrachten Trachtenteilen. Eine rege Unterhaltung schloss sich an und trug zum Gelingen des Nachmittages bei.

Siebenbürger Volkstanzgruppen Herten und Wuppertal
Siebenbürger Volkstanzgruppen Herten und Wuppertal
Foto: H. Stanberger

Viele Gäste kamen zum diesjährigen Sommerfest, dass die Siebenbürger Kreisgruppe Herten mit allen zugehörigen Gruppen veranstaltet hat. Nach der schwungvollen Eröffnung durch die Siebenbürger Blaskapelle unter dem Kapellmeister Heiko Ginsel begrüßte Kreisgruppenvorsitzende Karin Roth die zahlreichen Besucher sowie den anwesenden Bürgermeister Fred Toplak. Der Bürgermeister drückte seine Hochachtung und seinen Dank für unsere Arbeit und für die Einbeziehung der vielen Jugendlichen aus. Besonders willkommen geheißen wurde die Gäste der Siebenbürger Volkstanzgruppe Wuppertal. Gemeinsam mit der Siebenbürger Volkstanzgruppe Herten zeigten sie einen Trachtenaufmarsch, der von den zahlreichen Zuschauern mit großem Applaus ...

Zum Besuch der Ausstellung „auf“ der Brüder Gert und Uwe Tobias trafen sich die Mitglieder Kreisgruppe Herten kürzlich in der Kunsthalle Recklinghausen. Die Darstellungen der beiden Männer aus Neustadt im Burzenland befassen sich zum Kohleausstieg neu und überraschend mit dem Motto „Kunst und Kohle“. Dem Anspruch, mit moderner Kunst den Betrachter zum Gespräch und zur Interpretation anzuregen, wird diese Ausstellung umfänglich gerecht. Unter der Führung von Christof Belmann-Weinrich entwickelte sich eine rege Diskussion. Da die Ansiedlung unserer Landsleute in Herten und somit die Gründung unserer Kreisgruppe auf die Kohleaktion in den 50-er Jahren zurückging, war der Bergbau über viele Jahre ein enger Begleiter unserer Familien. In zahlreichen – der zum Teil abstrakten - Motiven wurden Vorlagen aus dem Bergbau deutlich. Großformatige Holzschnitte, die durch ihre Fantasie und gleichzeitig hintergründige Künstlichkeit bestechen, sind Mittelpunkt der Ausstellung. Umfasst werden sie von Wandmalereien, die alle drei Etagen der Kunsthalle Recklinghausen überziehen. Dazu kommen Zeichnungen und eine vielteilige Serie keramischer Objekte. Dadurch wurde ein Gesamtkunstwerk, das scheinbar tief im Bergwerk beginnt und „über Tage“ mit Blick auf die Wolken endet. Derart fesselnd waren diese Werke, dass die zunächst für Führung und kunsthistorische Einbettung veranschlagte Zeit deutlich verlängert wurde. Auf mobilen Stühlen konnten auch die älteren unter uns den spannenden Vorträgen und Austauschen gut und bequem folgen. Im Anschluss warteten Kaffee und Kuchen im nahegelegenen Café Sternemann auf die Gruppe und rundeten den Tag ab. Ein schöner Ausflug mit einem intensiven Bezug zu uns und unserer Geschichte!

Zahlreiche der Hertener Siebenbürger stammen aus Mettersdorf. Sie gedachten am 24.6.2018 mit Landsleuten in aller Welt ihrer Heimatgemeinde, die bereits 1319 in einer päpstlichen Steuerliste aufgeführt wurde. Vor 530 Jahren wurde der Wehrturm erbaut, der in früheren Zeiten Teil einer stattlichen Burg war. Der Stein über der Eingangstür zeigt heute noch gut sichtbar die Jahreszahl 1488. Das Kirchengebäude der Wehrkirche St. Johannis war gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts zu klein geworden; überdies erklärte sie der damalige Pfarrer für baufällig und sperrte sie. Unter seinem Nachfolger Pfarrer Jakob Friedrich Graef und dem damaligen Kirchenkurator und Richter Michael Klösler wurde diese Kirche abgetragen und eine neue erbaut. Dieses Gotteshaus in neugotischem Stil konnte 1899 eingeweiht werden. Seither wurde in Mettersdorf am ersten Sonntag nach Johanni Kirchweih gefeiert (vgl. auch Schmedt, Raiger: Mettersdorfer Heimatbuch).

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