Einblicke in Gundelsheim

Bei einer höchst spannenden KulturreferentInnen-Tagung in Gundelsheim gab es zahlreiche interessante Vorträge rund um´s Sammeln von Trachten, Dokumenten und weiteren Schätzen. Es gab einige Antworten, auf die immer wiederkehrende Frage, was mit den Familienschätzen passieren kann. Nicht immer gibt es in der Verwandtschaft jemanden, der alle Teile übernehmen kann. Was passiert mit den übrigen Teilen? Was passiert noch eine Generation später mit den Erinnerungen? Die Bibliothek übernimmt gerne Bücher sowie Dokumente (Tauf- und Konfirmationsurkunden, Schulzeugnisse, Fotos vom Leben in Siebenbürgen) für wissenschaftliche Forschungen. 
Das Museum nimmt z.T. historische Trachten / Trachtenteile, Gemälde sowie Alltags- und Festgegenstände. Allen gemeinsam ist, dass die Stücke möglichst gut erhalten sein müssen. Das Museum trägt sich zu einem großen Teil über Spenden und Zuschüsse, aufwändige Restaurierungen sind daher leider nicht möglich. Ganz wichtig ist allerdings die Empfehlung, zu den wichtigen Stücken aufzuschreiben, was bekannt ist ...

Samuel von Brukenthal,
Gemälde von Johann Georg Weikert

Hätten Sie´s gewusst? Der Brukenthalweg in der Siebenbürger Siedlung in Herten ist benannt nach Samuel von Brukenthal, dessen Geburtstag sich am 26. Juli zum 300sten Mal jährt. Familie Breckner (mhd. abgeleitet von Bruckner/ Brukner) wurde wegen der Treue (trotz Gefangenschaft und anderer Widrigkeiten) des Vaters, Königsrichter in Leschkirch, zur Habsburger Monarchie in den Adelsstand erhoben und bekam den Namen „von Brukenthal“ zugesprochen.

Nach dem Studium in Halle und Leipzig ging der junge Simon von Brukenthal in den Staatsdienst. Er wurde zunächst siebenbürgischer Kanzler, 1777 dann Gubernator und somit Stellvertreter der Kaiserin und des Kaisers im damaligen Großfürstentum Siebenbürgen. Die Wahl zum Sachsengrafen wurde von der Kaiserin zunächst hinausgezögert, da diese Würde ursprünglich mit einem Katholiken besetzt werden sollte. Obwohl es seiner Karriere nicht förderlich war, bestand Brukenthal auf seiner Devise “Meinem Glauben und Volk bleibe ich treu” und überzeugte Maria Theresia, dass sich Loyalität auch in der Loyalität zum Glauben zeigt. Das Amt des Gubernators hatte er bis 1787 – also 10 Jahre – inne.

Challenge "7 Gründe"

Zahlreiche Gründe sprechen dafür, Mitglied im Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland zu werden. In der Challenge "7 Gründe" wurde die KG Herten dazu nominiert, mit Fotos und Videos der Kreisgruppe ein eigenes 7-Gründe-Video zu drehen. Hier ist es! Wer als Nächstes nominiert wurde, erfahrt ihr im Video. Wenn du selbst Mitglied werden willst, hier entlang: https://www.siebenbuerger.de/beitritt

Backergebnisse Harlekin

Ein Backkurs für Harlekin-Schnitten wurde von der Siebenbürger Kreisgruppe Herten angeboten. Harlekin ist ein traditioneller Osterkuchen: Zu dieser Zeit gibt es viele Eier, die im Harlekin verarbeitet werden. Dieser traditionelle Kuchen hat viel vom Naturell des Harlekins, der bereits seit dem Mittelalter in ganz Europa bekannt ist: Beide sind vielschichtig und haben ein vielfarbiges Gewand. Alle TeilnehmerInnen hielten am Ende des Kurses einen gelungenen Kuchen für die anstehenden Feiertage in den Händen :-)

Rechtsfragen zur Digitalisierung

Ein wichtiges Seminar zur Digitalisierung von Heimatstuben wurde von der Kulturstiftung der Deutschen Vertriebenen angeboten. Als Referent stand Oliver Hinte, Datenschutzbeauftragter der Fernuni Hagen, zur Verfügung. Nach einem interessanten Vortrag stand er in einer angeregten Diskussion Rede und Antwort. Eine sehr kurzweilige Veranstaltung, die viele Fragen aus der Praxis abgedeckt hat!

Veranstaltungen

Keine Termine