Hertener Allgemeine. In der Siebenbürgersiedlung dreht sich in diesem Jahr alles um das Jubiläum: 50 Jahre. So lange gibt es auch schon die Frauengruppe in der Siedlung. Die macht jetzt mit einer Ausstellung im Optik-Geschäft von Gerhard Gemsa an der Langenbochumer Straße 199 auf das Fest aufmerksam. "Wir haben in unserer Dachkammer im Siebenbürgerhaus gekramt", erzählen Waltraud Gottschling und Karin Roth vom Festausschuss. Dort nämlich lagern die Exponate, die von der Geschichte der Siebenbürger Landsmannschaft erzählen. Darunter sind alte Stickereien, handbemalte Teller und Geschirr, Bücher, Krüge und vieles mehr. Um die geografische Lage zu verdeutlichen, hängt eine Landkarte von Siebenbürgen ebenfalls im Fenster. Die Ausstellung wird voraussichtlich bis Mitte Juli im Schaufenster zu sehen sein. Gerhard Gemsa stellt seine Schaufenster schon seit zehn Jahren für Ausstellungen – darunter solche von Hobbykünstlern – zur Verfügung. Aus aktuellem Anlass sind jetzt die Siebenbürger-Frauen an der Reihe. Mit dem Jubiläum feiern die einzelnen Gruppen – Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen, Siebenbürger Blaskapelle und Siebenbürger Frauengruppe – auch das 40-jährige Bestehen des Siebenbürger Haus der Jugend.

Die Siebenbürger-Frauengruppe Herten feierte am 20. November 1982 ihr Kathreinerfest. Zu den Höhepunkten zählte die Dorfkomödie „Der Kuhhandel oder die heiratslustige Witwe" — die für manchen Lacherfolg im Siebenbürger-Haus sorgte. Bei dem Verwirrspiel um Heiratsabsichten blieb kein Auge trocken, dafür sorgten die fünf Laienspieler: Frau Ed. Lochner, Ch. Kresin, D. Hedrich, Th. Klima und F. Stritzel sowie Frau Alzner als Souffleuse. Viel Applaus gab es auch für das schöne Bühnenbild H. Gottschlings. 250 Preise gab es anschließend bei der großen Tombola zu gewinnen, die unsere Frauengruppe zusammengestellt hatte.

 

Am Mittwoch, dem 22. Juli 1964, unternahm die Frauenschaft unserer Siedlung in Herten-Langenbochum eine Fahrt an den Rhein, deren Planung und Durchführung unserer Ortshannin Frau Porr oblag. Nach der Besichtigung des Kölner Doms fuhren wir in einen nahegelegenen Wald, um dort das traditionelle Mittagessen, nämlich auf dem Rost gegrilltes Fleisch einzunehmen. Eine lustige, etwa einstündige Rheinfahrt schloß sich an, bei der wir uns dem süßen Nichtstun hingeben konnten. Dann kehrten wir gegen 17 Uhr in ein nettes Lokal ein und tranken gemütlich Kaffee. Anschließend gab es gemeinschaftliche Spiele sowie Tanz der Frauen untereinander und es kam eine derart lustige Stimmung auf, daß wir erst sehr spät an die Helmfahrt dachten. Ida Marinkas

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