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Samuel von Brukenthal,
Gemälde von Johann Georg Weikert

Hätten Sie´s gewusst? Der Brukenthalweg in der Siebenbürger Siedlung in Herten ist benannt nach Samuel von Brukenthal, dessen Geburtstag sich am 26. Juli zum 300sten Mal jährt. Familie Breckner (mhd. abgeleitet von Bruckner/ Brukner) wurde wegen der Treue (trotz Gefangenschaft und anderer Widrigkeiten) des Vaters, Königsrichter in Leschkirch, zur Habsburger Monarchie in den Adelsstand erhoben und bekam den Namen „von Brukenthal“ zugesprochen.

Nach dem Studium in Halle und Leipzig ging der junge Simon von Brukenthal in den Staatsdienst. Er wurde zunächst siebenbürgischer Kanzler, 1777 dann Gubernator und somit Stellvertreter der Kaiserin und des Kaisers im damaligen Großfürstentum Siebenbürgen. Die Wahl zum Sachsengrafen wurde von der Kaiserin zunächst hinausgezögert, da diese Würde ursprünglich mit einem Katholiken besetzt werden sollte. Obwohl es seiner Karriere nicht förderlich war, bestand Brukenthal auf seiner Devise “Meinem Glauben und Volk bleibe ich treu” und überzeugte Maria Theresia, dass sich Loyalität auch in der Loyalität zum Glauben zeigt. Das Amt des Gubernators hatte er bis 1787 – also 10 Jahre – inne.